Warum Wartung planbar sein muss
Wartung, die nur passiert, wenn gerade Zeit ist, passiert nicht. Ein festes Wartungsfenster pro Monat, etwa ein Abend oder ein früher Morgen, mit Ankündigung an die Mitarbeiter, sorgt dafür, dass Updates und Neustarts nicht mitten im Tagesgeschäft stattfinden und dass jemand danach prüft, ob alles wieder läuft.
Monatlich
- Betriebssystem-Updates einspielen (Linux: Paketupdates und bei Kernel-Updates Neustart; Windows: Patchday-Updates), danach Dienste prüfen
- Anwendungsupdates: Datenbank, Webserver, PHP, Branchensoftware, Antivirus-Definitionen
- Backups prüfen: sind alle Jobs erfolgreich gelaufen, stimmt die Größe, gibt es Fehlermeldungen?
- Speicherplatz auf allen Datenträgern, Wachstum der letzten Monate, alte Logdateien und temporäre Daten bereinigen
- Logs auf Auffälligkeiten prüfen: fehlgeschlagene Anmeldungen, Hardwarefehler, wiederkehrende Warnungen
- SMART-Werte der Festplatten und RAID-Status, degradierte Arrays sofort beheben
- Monitoring-Alarme der letzten Wochen durchsehen: Was hat ausgelöst, wurde es behoben?
Vierteljährlich
- Wiederherstellungstest: eine Datei, ein Verzeichnis und einmal im Jahr einen ganzen Server aus dem Backup zurückholen, Dauer notieren
- Benutzer und Zugänge prüfen: ausgeschiedene Mitarbeiter, ungenutzte Konten, Administratorrechte, SSH-Schlüssel
- Zertifikate und Domains: Ablaufdaten, automatische Verlängerung funktioniert?
- Firewall-Regeln und offene Ports gegen die Dokumentation abgleichen
- Leistung: Auslastung von CPU, RAM und Datenträgern, reicht die Hardware für die nächsten zwölf Monate?
Jährlich
- Firmware und BIOS von Server, RAID-Controller und Netzwerkgeräten aktualisieren
- Hardware physisch prüfen: Lüfter, Staub, Temperatur im Serverraum, USV-Batterietest
- Betriebssystem-Versionen: Läuft noch etwas, das in den nächsten zwölf Monaten den Support verliert?
- Notfallplan aktualisieren: Kontakte, Zugänge, Reihenfolge der Wiederherstellung
- Dokumentation vollständig durchgehen und mit dem Ist-Zustand abgleichen
Was Monitoring abdecken sollte
Wartung im Monatsrhythmus reicht nur, wenn dazwischen ein Monitoring wacht: Erreichbarkeit der Dienste, Speicherplatz, RAID- und SMART-Status, Backup-Ergebnisse, Zertifikatsablauf, Auslastung und Sicherheitsereignisse. Alarme müssen jemanden erreichen, der reagieren kann, per E-Mail, Messenger oder SMS, und nicht nur in einem Dashboard leuchten.
Dokumentation
Jede Wartung wird kurz protokolliert: Datum, was gemacht wurde, was aufgefallen ist, was beim nächsten Mal ansteht. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der Unterschied zwischen „irgendwer hat mal was gemacht" und einer nachvollziehbaren Betriebsgeschichte, die bei jedem Problem und bei jedem Wechsel des Betreuers Stunden spart.
Häufige Fragen dazu
Sollen Updates automatisch installiert werden?
Sicherheitsupdates ja, auf Linux-Servern mit automatischen Updates und Neustart im Wartungsfenster, auf Windows mit gesteuertem Patchday. Größere Versionssprünge und Anwendungsupdates gehören in eine geplante Wartung mit vorherigem Backup.
Wie lange dauert eine monatliche Wartung?
Für einen einzelnen Server mit Monitoring meist eine bis zwei Stunden inklusive Kontrolle und Protokoll. Ohne Monitoring und Automatisierung deutlich länger, weil alles manuell geprüft werden muss.
Übernehmen Sie die Wartung auch pauschal?
Ja, als Wartungsdurchgang zum Festpreis von 149 € je Server inklusive Updates, Backup-Kontrolle und Bericht, buchbar monatlich oder vierteljährlich, ohne Abo, für Linux und Windows, remote und in Wien bei Bedarf vor Ort.
Hilfe bei der Umsetzung? Ich setze das für Sie um, remote oder vor Ort in Wien, mit Festpreis oder nach Aufwand. Anfrage senden →